Wissenswertes

Sehen und Auge: Wie funktioniert es?

Das Sehen ist der wichtigste Sinn, das Auge, das wichtigste Sinnesorgan des Menschen. Mit keinem anderen können wir annähernd so viel Information in so kurzer Zeit aufnehmen. Über 80% aller für den Menschen wichtigen Informationen werden durch das Sehsystem (Auge, Sehnerv, Sehzentrum etc.) aufgenommen.

Weißes, also alle Farben enthaltendes Licht, fällt auf einen Gegenstand. Ein Teil wird »verschluckt« (absorbiert) und ein Teil wird zurückgeworfen (reflektiert). Die Farbanteile, die reflektiert werden, machen die Farbe des Gegenstandes aus. Dieses Licht bzw. das Abbild des Gegenstandes wird in das Auge gespiegelt. Durch die Hornhaut und die Linse wird – vergleichbar mit dem Objektiv einer Photokamera – das Licht gebündelt. Die Pupille funktioniert als Blende. Sie regelt mit ihrer Größe die Menge des einfallenden Lichts. Die Scharfeinstellung erfolgt durch Verformung der Linse.

Das Bild wird auf der Netzhaut – vergleichbar dem Film bzw. Sensorchip in einer Kamera – abgebildet. Kann das Auge allein das Bild nicht scharf stellen, liegt ein Sehfehler vor. Mit einer Brille oder Kontaktlinsen kann man dafür sorgen, dass es doch gelingt.

In der Netzhaut wird über chemische Vorgänge das Bild mit seinen Farbbestandteilen und den Helligkeitsunterschieden wahrgenommen und in elektrische Impulse umgesetzt. Fast wie bei einem Mikrochip in einer Videokamera. Der Sehnerv, ein »Kabelbündel« mit einer Million Fasern, leitet die Bildinformationen an verschiedene Bereiche im Gehirn, in denen der Sinn des Bildes, d.h. was es ist und wie man darauf reagiert, erst erkannt wird.

Die Hauptbildverarbeitung findet dabei in der sogenannten »Sehrinde«, einem Teil des Gehirns im Hinterkopf statt. Man könnte analog einem PC auch von der »Grafikkarte« sprechen.

Farbe zum Beispiel existiert in der Natur eigentlich gar nicht, sie wird nur durch unsere Sinnesorgane erzeugt. Es gibt zwei Arten davon im Auge. 1. Stäbchen: Sie sind für das Hell-Dunkel-Sehen zuständig. 2. Zapfen für das Farben-Sehen. Von den Zapfen gibt es drei Sorten, die jeweils auf eine bestimmte Wellenlänge des Lichts ansprechen:

1. rotempfindliche, langwellig empfindliche L-Zapfen;

2. grünempfindliche, mittelwellig empfindliche M-Zapfen;

3. blauempfindliche, kurzwellig empfindliche K-Zapfen.

Bei Menschen, die eine Farbfehlsichtigkeit haben, fällt eine Zapfensorte aus. Personen mit Ausfall der L-Zapfen zum Beispiel sehen keine Rottöne – sie sind »rot-grün-blind«.

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